... 40. PEGASUS-Treffen vom 23. bis 25. September 2016 in Kiel (Ostsee) ...
Elchkopf-02

Wieso gibt es eigentlich PEGASUS-Treffen?                           

Von Manfred Hasebrink:

Auch nach unserer aktiven Dienstzeit bei der Bundesmarine blieben Heiner Hoffmann und ich in Verbindung. Hin und wieder schrieben wir uns und besuchten uns auch gegenseitig. Irgendwann kam uns der Gedanke, dass unser Kamerad Werner Heinrich in der Runde fehlt, da wir damals an Bord viel gemeinsam unternommen hatten.

Es war nicht einfach, aber eines Tages hatte ich die Adresse von Werner heraus und besuchte ihn.

Nun waren wir schon zu dritt. Wir beschlossen ein Zusammentreffen in Cuxhaven. Ein Termin war schnell vereinbart. Just zu diesem Zeitpunkt lag Heiner aber im Krankenhaus. Bei einem Besuch reifte dann der Gedanke, einmal alle ehemaligen Bordkameraden vom PEGASUS zusammenzutrommeln.

Ich nahm die Sache ernst und in die Hand. Einige Namen von Bordkameraden waren mir noch in Erinnerung. Bei anderen half mir Heiner und Werner. Es gab auch jemanden, von dem wussten wir nur den Spitznamen „Piefken“ und sonst nichts. Zunächst überlegten wir, woher die Kameraden damals stammten, und dann galt es die Adressen ausfindig zu machen. Auf unserem Postamt wälzte ich die Telefonbücher. Ich fand viele der Gesuchten. Und dann ging’s los. Kreuz und quer telefonierte ich durch ganz Deutschland und lernte so teilweise auch die Verwandtschaft unserer Kameraden kennen. Viele konnten mir weiterhelfen, nach dem ich mein Sprüchlein aufgesagt hatte: „Guten Tag, ich heiße Manfred Hasebrink und suche meinen Bordkameraden, der Anfang der sechziger Jahre bei der Bundesmarine, beim 3. M-Geschwader in Kiel, auf dem R-Boot PEGASUS gefahren ist.“ Ich stelle fest, ich kann diesen Spruch immer noch.

Auf einmal wusste auch ein soeben gefundener Kamerad, dass unser „Piefken“ mit bürgerlichem Namen Hans-Jörg Ermel hieß. Ich stand aber erst am Anfang der Suche nach ihm, denn er war viel herumgekommen und hat mir bis zu seinem Auffinden viel Arbeit gemacht.

Etwa zwei Jahre telefonierte ich durch die Lande, bis ich 1977 zu einem Treffen der ehemaligen R-Boot PEGASUS-Fahrer in meinen „Marine-Keller“ nach Viersen einlud. Beim 1. PEGASUS-Treffen waren wir mit 18 Kameraden und 2 „Pegasusen“, nämlich Ilse Schweikert und meine Anni.

43 Namen von ehemaligen Pegasus-Fahrern hatte ich bis dahin in mühevoller Kleinarbeit herausgefunden. Von 31 Kameraden waren mir auch die Anschriften bekannt. In meinem „Marine-Keller“ wurde dann überlegt, wer die anderen auf den mitgebrachten Fotos waren und wo sie wohnen oder wohnten, dann gingen das Suchen weiter und die Telefoniererei wieder los. Jedem Hinweis wurde nachgegangen. Manche Kameraden waren seit ihrer Zeit auf dem alten PEGASUS achtmal umgezogen.

Aber alle Mühe hat sich gelohnt. Ich fand im Laufe der Jahre 177 Namen von ehemaligen Besatzungsmitgliedern des R-Bootes PEGASUS, die während der Bundesmarinezeit auf diesem Boot gefahren sind, darunter die vier Kommandanten aus der damaligen Zeit. Von diesen 173 ehemaligen Pegasus-Fahrern habe ich bis heute ca. 130 Adressen. Der Rest blieb bis jetzt unauffindbar.

[Home] [Wir über uns] [PEGASUS-Treffen] [Die Treffen] [Das Boot] [3. MSG] [Rheinreise]